Mission oder Kerker?

Frühmorgens beim Bäcker Schnitte, um halb sieben in nächtlicher Dunkelheit. Es ist kalt hier draußen auf dem Bürgersteig und der Stuhl ist unbequem. In mir herrscht Unfriede, nicht weil der Kaffee bei diesen Wintertemperaturen innerhalb von fünf Minuten kalt ist. In dieser nächsten Stunde wird die Sonne aufgehen und mit ihm erhoffe ich mir wieder einen klaren Gedanken, etwas Frieden. Deswegen bin ich gerne hier.
Mich plagt die Feststellung, daß mir in meinem ganzen Leben ein einfacher und logischer Verhalt zur bevorstehenden Geburt des kleinen Jesuskindes vollkommen entgangen ist. Zu Weihnachten gab es früher immer einen Tannenbaum, Geschenke, oft viele Geschenke und Beisammensein mit Familie oder Verwandtschaft. Man beschenkte sich gegenseitig, das war so. Und heute? Seit gestern erst, also nie, nie vorher tauchte aus dem Dunkel in meinem Kopf die wirklich ent-scheidende (!) Frage auf, die seit gestern in mir kreist. Es ist immer noch nicht zu fassen, daß so etwas möglich ist. Mehr erfahren